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 Sonntag, 20. Mai 2012
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Schudti * Grabrede
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 Georgs Rede auf Schudtis Beerdigung am 03.02.2011 minimieren


Was bleibt

Was bleibt uns von Frank Michael Schudt, Schudti, was bleibt uns von Dir?

Sind es nur die Erinnerungen, die ein jeder der Dich kennt mit Dir verbindet oder ist da noch etwas anderes?

Uns alle verbindet die Gewissheit, Schudti, in seiner Einzigartigkeit verloren zu haben. Einzigartig war an Dir:

Deine Hilfsbereitschaft

Deine Loyalität, die stellenweise bis zur Selbstaufgabe reichte.

Deine Ruhe, die Du auf dem Spielfeld, und nicht nur auf dem Spielfeld ausgestrahlt hast. In Deiner Nähe fühlte man sich geborgen.

Einzigartig war auch Dein bisweilen sturköpfiger Wille, den Dingen auf den Grund zu gehen. Da konnte ein Gespräch über den Sinn und Zweck des "Eierabschreckens" schon einmal zwei Tage dauern...

Einzigartig war auch Dein Sinn für Zuordnung. Umzugshelfer profitierten davon, dass jedes auch noch so alte Gerät in den Original-Karton verpackt werden konnte. Funktionalität stand für Dich im Vordergrund.

Dein Taktgefühl gehört sicherlich auch in diese Aufzählung. Wenn man mit Dir Abends unterwegs war und Wolfgang Petry gespielt wurde, dann musste man für mitreisende Damen Tanz-Meldelisten ausgeben.
 

Fehltritte hattest Du, soweit ich das beurteilen kann, nur sehr wenige. Einer davon kommt vielen von uns sicherlich in den Sinn: Als Du ausgerechnet vor dem elterlichen Haus eine Laterne austreten musstest, konnte dich jedoch die mütterliche Hand (das war wohl einmalig in Deiner Erziehung) sogleich wieder aufs rechte Gleis setzen.

Unvergessen, wie Du jeden Witz, auch wenn er viermal aufgewärmt war, zu einem Brüller verwandeln konntest. Dann hast Du noch einen draufgesetzt "Spitzenwitz -astrein erzählt".

So nachdenklich Du in Deinem Inneren auch warst, Deine Freude bei einer gut platzierten Pointe oder bei einer gelungenen Aktion auf dem Volleyballfeld musste und hat jeden um Dich herum mitgerissen.

Unglaublich, Deine fast schon bibliothekarische Fähigkeit Hits der 80er und Filmzitate zuzuordnen, Heinz Erhard Episoden und Szenen aus Paulchen Panter zu rezitieren. Dein Kommentar dazu "Blödsinn kann ich mir gut merken". Ich zitiere Dich hier lieber mit einem "Nicht schlecht für'n alten Mann".

Was bleibt?

Was bleibt ist neben all unseren Erinnerungen sicherlich die Erkenntnis, dass Menschen die wir schätzen, dass Menschen die wir lieben nicht selbstverständlich und nicht für immer um uns herum sind.

Ein Teil von Dir wird immer bei uns sein.

    
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